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Spinnangeln

 

Schären und Inseln

Zwischen den Schären und Inseln finden Angler sehr gute und fischreiche Angelplätze. Sie haben meist eine Tiefe von 30-100m. In diesem Gebiet befinden sich meterhohe Tangwälder, wo sich bevorzugt (Tang)Dorsche - man erkennt Tangdorsche an ihren rötlich-, teilweise goldgefärbten Bäuchen - Pollack, aber auch Schellfisch und der ein oder andere Köhler und Seeteufel aufhält.

 

Schmackhafter Dorsch. © norwegen-fishing.de

 

Aber auch hier heißt es, den Grund mit einem Echolot nach Kanten und Löcher abzusuchen. Mitunter lassen sich kleiner Tangdorsche auf Sicht mit kleinen Zockern von 10-25g fangen. An einer feinen Spinnrute mit 30er monofilen Schnur macht das großen Spaß. Einen Nachteil hat das Angeln in den Schären aber: Der Windschutz durch die meist flachen Inseln ist oft dürftig. Zieht ein Sturm auf, kann es sehr gefährlich werden, da sich der Wind extrem durch die Schären presst. Also rechtzeitig eine sichere Angelstelle aufsuchen.

 

Im Fjord

Hier soll etwas näher auf des Angeln in Norwegischen Fjorden eingegangen werden. Zumal gerade Einsteiger diese Angelart oft mit dem Angeln in Norwegen symbolisieren. Und auch alte Hasen fischen häufig nicht nur im offenen Meer, sondern werden auf Fjorde ausweichen oder ausweichen müssen, weil die Urlaubshütte eben nicht in der Nähe des offenen Meeres liegt, sondern evtl. im hinteren "Fjordsack", also am Ende des Fjordes. Die favorisierte Angelart wird dabei sicher das Pilken sein.

 

Alle Fischarten, die im offenen Meer vorkommen, können auch im Fjord gefangen werden können. Man muss nur wissen wo die Topstellen zu finden sind. Geradewegs in die Mitte des Fjordes zu fahren, weil hier die tiefsten Stellen sind, ist sicher nicht die optimale Methode. Fast alle Fjorde sind nach einen immer wiederkehrenden Schema aufgebaut. Meist verlaufen die umgebenden Berge des Fjordes unter Wasser spiegelbildlich weiter.


Ein gern gesehener Gast: ein Seeteufel. © norwegen-fishing.de

 

Wer kein Echolot besitzt, sollte folgende Stellen absuchen: Ufernahe Plätze in einer Entfernung bis zu 100 Meter. Hier befinden sich sehr oft Plateaus, Geröllfelder, steile Kanten und Unterwasserberge, Tang und Algen. In Tiefen zwischen 20-80 Meter hat man sehr gute Chancen, Dorsche, Köhler, Pollak usw. an den Haken zu bekommen. Eine weitere Topstelle ist die Fjordschwelle. Das ist der Übergang zwischen offenem Meer und Fjordanfang. Da hier oft eine enorme Strömung herrscht, wird sauerstoffreiches Wasser mit frischen Plankton und Kleinstlebewesen in den Fjord gepresst. Dieses Kleinstlebewesen zieht kleinere Fische magisch an. Die "Dicken" lassen sich solch fette Beute natürlich nicht entgehen. Diese "Fjordschwellen" sind meist nicht allzu tief im Gegensatz zum übrigen Fjord (Fjordschwellentiefe um 100-150m). Durch Wasserverwirbelungen wird nahrhaftes, sauerstoffreiches Wasser hinter die Schwelle und in den Fjord gepresst. Fjordschwellen haben unterschiedliche Tiefen die man leicht mit einer Seekarte oder Echolot finden kann.

 

Fjordquerschnitt. © norwegen-fishing.de

 

Natürlich kann man auch eine 30lbs Bootsrute mit Naturköder bestückt in der Mitte des Fjordes benutzen. Allerdings sollte man sich im Klaren sein, dass Fjorde teilweise enorm Tief sind. Der Sognefjord z.B. bis zu 1.300 Meter! Aber auch der normale Fjord bringt es im Mittel auf gut 300 Meter Tiefe und mehr. Also nicht unbedingt beste Vorrausetzungen genau die Fjordmitte zu beangeln.

Häufig sieht man Norweger, die mit Ruderbooten ganz dicht an Felsen fischen. Nicht ganz ungefährlich, denn man kollidiert schneller mit dem Fels als man es möchte, also aufgepaßt. Die Methode ist aber sehr erfolgreich, da sich direkt an den Felskanten zahlreiche Fische aufhalten. Vor allem im Sommer, da hier das Wasser am Rande des Fjordes sehr warm ist. Wer sich nicht sicher ist, der versucht es mit gezielten Würfen aus sicherer Entfernung.