Norwegen

 

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Zahlen & Fakten Norwegen

 

Norwegen in Zahlen
Intern. Abkürzung: N
Fläche: 323.877 km²
Einwohner: 4,318 Mio.
Bevölkerungsdichte: 13,3 Einw./km²
Hauptstadt: Oslo
Regierungssitz: Oslo
Staatsform: Parlamentarische Monarchie
Verwaltungsgliederung: 19 Regierungsbezirke und die Hauptstadt Oslo. Untere Verwaltungseinheiten sind 454 Gemeinden.
Amtssprache: Norwegisch
Nationalfeiertag: 17.5. (Verfassungstag)
Währung: Norwegische Krone (NOK)
Zeitzone: MEZ
Ethnische Gruppen: 97 % Norweger, daneben Samen und Finnen
Religion: 89 % Protestanten, daneben Katholiken und Muslime
Mitgliedschaft in: EFTA, Europarat, NATO, Norwegischer Rat, OSZE, OECD, UNO
Wichtige Städte: Bergen, Trondheim, Stavanger

 

Naturräume
Die gerade Küstenlänge Norwegens beträgt 2.650 km, bezieht man die Fjorde und vorgelagerten Inseln mit ein, verlängert sich die Küstenlinie auf 21.347 km. Das Land besteht vorwiegend aus alpinen, plateauähnlichen Gebirgslandschaften und Mittelgebirge. Im Südwesten befindet sich eine größere Tiefebene. Viele kleine Flüsse durchziehen das Land . Sie enden häufig in kleineren Binnenseen oder in einem Fjord. 70 % der Landesfläche sind Felsen und Sumpfland.
Außenbesitzungen: Spitzbergen und Bäreninsel, Jan Mayen (in der Arktis), Bouvet-Insel, Peter-I.-Insel, Anspruch auf das Dronning-Maud-Land (in der Antarktis).
Flüsse und Seen: Glama Glomma, Mjösen-See
Berge in Norwegen: Galdhopigg
Klimatische Verhältnisse: Durch die Wirkung des Golfstromes herrscht an den Küsten ein mildes-feuchtes Klima. Die Niederschläge liegen zwischen 1.121 mm und 2.343 mm. Im Landesinneren gibt es starke tages- und jahreszeitliche Temperaturschwankungen. Die Temperaturen betragen in Oslo durchschnittlich -5 °C im Januar und 17 °C im Juli.

 

Bevölkerung
Der Anteil der städtischen Bevölkerung beträgt ca. 73 %. Die Einwohner sind vorwiegend nordischstämmiger Herkunft. Im Norden leben einige Nomaden als Rentierzüchter.

 

Infrastruktur
Das medizinische System wird staatlich organisiert. Allgemein herrscht in Norwegen ein Mangel an Ärzten und Betten, und die Einrichtungen sind häufig veraltet. 1993 praktizierten 14.084 Ärzte im Land (307 Einwohner pro Arzt). Im Schuljahr 1991/92 kamen auf einen Lehrer ca. 14 Grundschüler. Es gibt insgesamt 14 Hochschulen in Norwegen, an denen 68.249 Studierende eingeschrieben waren.

 

Politisches System
Die Volksvertretung ist das Storting mit 165 Abgeordneten. Staatsoberhaupt ist seit 1991 König Harald V. als Nachfolger seines Vaters Olav V. Chef der Regierung ist seit 1996 Thorbjorn Jagland.

 

Klimatische Verhältnisse
Durch die Wirkung des Golfstromes herrscht an den Küsten ein mildes-feuchtes Klima. Die Niederschläge liegen zwischen 1.121 mm und 2.343 mm. Im Landesinneren gibt es starke tages- und jahreszeitliche Temperaturschwankungen. Die Temperaturen betragen in Oslo durchschnittlich -5 °C im Januar und 17 °C im Juli.

 

Bodenschätze
Erdöl, Erdgas, Eisen, Kupfer, Zink

 

Vegetation
Süden: Ökologisch gehört das Gebiet zu den feuchten Mittelbreiten. Die natürliche Vegetation ist der Wald. Der Mensch hat jedoch durch sein Wirtschaften das Pflanzenkleid so weit verändert, daß heute kaum noch Naturwälder übriggeblieben sind. Die heutigen Wirtschaftswälder sind meistens parallel gesetzte Reihen schnellwüchsiger und nicht einheimischer Bäume. Insgesamt ist die Vegetation auf den jahreszeitlichen Rhythmus von Sommer und Winter eingestellt (Laubabfall) und relativ artenreich. Auch die verschiedenen Lebensformen der Pflanzen (Bäume, Sträucher, Kräuter, Moose) sind dort zahlreich vertreten, wo der Mensch nicht verändernd eingreift.
Norden: Ökologisch gehört das Gebiet zur borealen Zone. Die typische Vegetation ist der Nadelwald der Taiga. Es dominieren Fichten, Kiefern, Lärchen und Tannen. Daneben kommen in vielen Gebieten Laubhölzer wie Birken, Pappeln, Weiden, Erlen, Eschen und Zwergstraucharten ( Heidelbeeren, Krähenbeeren, Wilderdbeeren u.a.) vor. Die Früchte der Zwergsträucher dienen vielen Tieren als Nahrung. Weite Teile der Böden werden mit Flechten und Moosen bedeckt.

 

Tierwelt
Süden: Die Zahl der Tierarten ist in den feuchten Mittelbreiten relativ groß. Auch unterscheiden sich viele in ihrer Lebensform: Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Vögel, Fische u.a. Viele Tiere halten eine Winterruhe (Dachs, Eichhörnchen) oder einen Winterschlaf (Igel). Andere fallen im Winter in eine Kältestarre (Spinnen, Schnecken, Insekten). Zugvögel sind ebenfalls weit verbreitet. Die Vernichtung vieler Lebensräume der Tiere durch den Menschen führt allerdings zu einem starken Rückgang vieler Tierarten.
Norden: Besonders auffällige Tierarten in dieser borealen Zone sind Elche, Hirsche, Bären, Schneehasen, Biber, Wölfe und Füchse. Viele der Tierarten halten einen Winterschlaf oder ziehen in den kalten Monaten in wärmere Gebiete. Ausharrende Tiere haben den Vorteil, daß ihre Nahrung durch die Kälte konserviert wird.

Wirtschaft und Verkehr
Das Wirtschaftswachstum Norwegens ist heute nicht mehr allein auf den Erdölsektor zurückzuführen, sondern der private und staatliche Konsum tragen immer mehr dazu bei. Dennoch ist das wichtigste Standbein der Verkauf von Erdöl. Das BIP setzt sich zusammen aus: Industrie und Bergbau 28,3 %, Handel 9,9 %, Baugewerbe 4,3 %, Transport und Kommunikation 12,1 %, Landwirtschaft 4,5 %, Fischerei und Forstwirtschaft 4,7 %.
Das Straßennetz umfaßte 1992 89.135 km. Viele Straßen werden von Flüssen unterbrochen. Die Verbindungen werden dann mit Fähren geschaffen. Die Eisenbahnlinien befinden sich hauptsächlich im Süden des Landes. Insgesamt ist das Streckennetz 4.044 km lang. Für den internationalen Transport ist die Schiffahrt von großer Bedeutung. 1993 waren 1.691 Schiffe mit einer Gesamttonnage von 20,965 Mio. BRT registriert.
Schwerpunkte der Industrie-Produktion: Holzverarbeitung, Elektrotechnik, chemische Industrie, Erdölerzeugnisse, Metallverarbeitung, Maschinenbau

 

Geschichte
872: Harald Schönhaar vereinigt die norwegischen Stämme.
1000: Leif Eriksson entdeckt Grönland und Nordamerika.
1028-1035: Knud der Große (Dänemark) Herrscher im Gebiet.
1174-1263: Bürgerkrieg wegen Erbfolge und kirchlicher Ansprüche.
1319-1375: Einführung des norwegischen Rechts unter König Magnus Erikssen.
1397: Personalunion Norwegens, Schwedens und Dänemarks unter Königin Margarete, bis 1814 sind dänische Könige zugleich Könige von Norwegen.
1709-1721: Großer Nordischer Krieg.
1814: Norwegen fällt an Schweden.
1884: Parlamentarische Regierungsform.
1898: Einführung des allgemeinen Wahlrechts für Männer.
1905: Die Union mit Schweden wird aufgelöst.
1913: Einführung des Wahlrechts für Frauen.
1940-45: Besetzung des neutralen Norwegen durch Deutschland.
1949: Norwegen tritt der NATO bei.
1971: Beginn der Ölbohrungen in der Nordsee.
1973: Norwegen schließt mit der EG einen Freihandelsvertrag.
1986: Erneute Minderheitsregierung unter Gro Harlem Brundtland.
1989: Wahlsieg der Konservativen unter Syse.
1993: Nach Parlamentswahlen wird Brundtland erneut Ministerpräsidentin.
1994: Geplanter Beitritt zur EU scheitert in einer Volksabstimmung.
1995: Norwegen wird von der Internationalen Walfangkommission verurteilt, da das Land falsche Angaben zu den Zwergwalbeständen gemacht hatte; die Ölbohrplattform "Brent Spar" wird in einem norwegischen Fjord für ein Jahr gelagert.
1996: Streik der Metallarbeiter dauert ca. zehn Tage; Greenpeace verurteilt norwegischen Walfang.